Rheinkadetten an Oder und Spree

Rheinkadetten an Oder und Spree

Von der Tradition angetrieben steuerten 11 Rheinkadetten der Marinekameradschaft Leverkusen bzw. des Shanty Chores in den Tagen vom 14.-18. September 2011 wieder den Standort des Marine-vereins Schwedt / Oder an. Die Anfahrt mit PKW`s über Autobahnen und Landstraßen zum Logis Grothe erfolgte problemlos.
Der geschmacksorientierte Zwischenstopp vor Schwedt an der bekannten Gulaschkanone gelang allerdings nicht, da diese ihren Standort aufgegeben hat.

In der entspannten Lage nach dem Eincheck und dem ersten Erfrischungstrunk gratulierten die im Shanty Chor bewährten Stimmen der Crew Bootsmann Peter Müller mit einem Ständchen zum Geburtstag. Danach konnten die doch etwas hungrigen Fahrensleute sich beim Fischräucherer am Oderufer mit leichter Kost sättigen. Am frühen Abend gelang es dann auf Basis einer neu gestalteten Speisenkarte der Tenne, dem Vereinslokal der Marinefreunde in Schwedt, die Sättigung zu vollenden. Wie immer wurden die Leverkusener von einigen Schwedter Kameraden begrüßt.

Am nächsten Morgen ( Donnerstag ) wurde die Crew in Begleitung von Schwedter Kameraden zu einer ca. 60 km entfernten Straussenfarm in die Ortschaft Berkenlatten geführt. Durch die gemachte Besichtigung des weitläufigen Geländes konnte bestätigt werden, dass die exotischen Tiere sich auch im Oderbruch wohl fühlen. Danach wurde der Schwedter Binnenhafen angefahren. Der Hafenmeister freute sich, die Leverkusener wieder begrüßen zu können und präsentierte zur Information einen Kurzfilm mit der Historie des Oderhafens. Am frühen Abend gab es für Karten-freunde Gelegenheit, mit Schwedter Kameraden ein Skatturnier zu spielen. Nur mit Schwierigkeiten gelang es der Crew wieder ins Hotel zu kommen, da kein Taxi zu ordern war. Letztendlich wurde die Heimfahrt von einer Kellnerin der Tenne in mehreren Touren durchgeführt. Die Einnahme eines Absackers vor der Belegung der Kojen konnte nur in der Nachbarschaftskneipe des Hotels voll-zogen werden. Dabei wurden die musikalischen Fähigkeiten der Crew in Form von maritimen Melodien erkannt und dann noch bis in die Flurgänge des Hotels überführt.

Am Freitagmorgen wurde zu einer kleinen Überfahrt in das polnische Grenzgebiet gestartet. Dabei konnte in Choina (Königsberg in der früheren Neumark ) die durch Initiative von vormals dort lebenden Deutschen und der polnischen Gemeinde über gut 25 Jahre wieder aufgebaute und doch mächtige Marienkirche ( in der Fläche 60m x 40m, mit einem 100m Turm ) von der Crew und den begleitenden Marinekameraden aus Schwedt besichtigt werden. Da-nach wurde in Cedynia (Zehden) ein ehemaliges Nonnenkloster besucht, das seit der Gründung im 17. Jahrhundert mehrmals zerstört wurde, heute aber ein 4 – Sterne – Restaurant ist. Von der Qualität der Küche ließ sich die Mannschaft gerne überzeugen. Die danach in der Nähe über 230 Stufen erreichte Anhöhe erlaubte einen weiten Blick über das untere Odertal.

Am frühen Abend wurde mit 3 Taxen das schon erprobte Bowlingcenter in Meyenburg angefahren. Allerdings mussten, nach einer kleinen Irrfahrt, die Taxen erst von dieser Adresse überzeugt werden. Der Wettkampf mit den Schwedter Marinefreunden auf der Bowlingbahn gestaltete sich unterhaltsam.

Am Samstagmorgen wurde für wenig Geld mit Bahn und Bus Berlin angefahren. Dabei wurde das Regierungsviertel mit dem Kanzleramt sowie das Spreegestade zu Fuß erkundet. Zwischenzeitlich konnte man sich in Berlin auch an Kölschbier erfrischen. Der geplante Besuch einer Bunkeranlage gelang nicht, da die 16 Personen starke Gruppe die erlaubte Besucherzahl sprengte. Eine spontan getätigte Spree-Rundfahrt mit einem der unzähligen Ausflugschiffe und bei schönem Wetter entschädigte die Gruppe. Am Abend genossen die Leverkusener zusammen mit einigen Marine-freunden aus Schwedt die Küche des Hotels. Natürlich wurden dabei auch einige Glas Abschiedsbier getrunken.

Am Sonntagmorgen, an dem einige Mariner aus Schwedt noch zum Abschied kamen, wurden erst die am Oderufer beim Räucherer bestellten Fische abgeholt. Danach gelang eine störungsfreie aber regenreiche Rückfahrt nach Leverkusen.